'Wer keine Zeitung liest, ist nicht informiert, wer Zeitung liest, ist falsch informiert' (Mark Twain).
Was ist, wenn sich herausstellt, dass Putin gar keinen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, sondern sich gegen die existenzielle Bedrohung durch die Natoosterweiterung wehrt?
Was ist, wenn sich herausstellt, dass nicht Putin, sondern die USA den Krieg in der Ukraine angezettelt haben? Genau das behauptete der amerikanische Politologe John Mearsheimer am 14.11. in einer Rede vor dem EU Parlament. Dieser Krieg begann 2008, als die USA die Ukraine mit Georgien in die Nato holen wollte. AC Angela Merkel hat diese Forderung damals abgelehnt mit Sarkosy, weil dies wahrscheinlich eine militärische Reaktion Russlands auslösen würde. Eine Ukraine in der Nato, das haben die Russen mehrfach artikuliert wäre eine existenzielle Bedrohung. Es gab dazu genügend amerikanische Statements zur Zerschlagung Russlands. Mearsheimer hat ausfürlich dargestellt, dass es keine einzige Aussage Putins gibt, die als eine Ausweitung des Konflikts in Richtung Nato zu werten wäre. Ein solcher Angriff kann mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Dennoch ist die russische Bedrohung die Basis der Politik der EU. Die evangelische Kirche hat gerade in einer Denkschrift den Angriffskrieg legitimiert, wenn es gegen Russland geht. Ein präventiver Angriff sei geboten bei existentieller Bedrohung, wenn andere Mittel ausgeschöpft sind. Putin kann im Folgenden auf die EKD verweisen, wenn ihm der Einmarsch in die Ukraine vorgehalten wird. Das legt nahe, dass Putin rational gehandelt hat. Das war kein Überfall ohne Vorgeschichte.